Beiwagen B2

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Geschichte

Der Beiwagen gehört zusammen mit den beiden Triebwagen T1 und T2 sowie dem Güterwagen G4 zur Grundausstattung bei der Inbetriebnahme der Bahn im Jahr 1898. Nicht nur am Aufbau und der Fabriknummer sieht man dem Beiwagen die Verwandschaft zu den beiden Triebwagen T1 und T2 deutlich an. Auch die Länge und der Achsstand sowie die Fensteranordnung ist identisch mit den beiden Triebwagen.

Etwa 1930 wird der Wagen von tannengrün in weinrot/elfenbein umlackiert und dem neuen Farbschema angepasst. 1938 wird der Wagen von B3 in B7 umgeziffert und die Zahl 3 für den neuen Triebwagen T3 verwendet.

1952 erhält der Wagen das Fahrgestell des Wagens B5 (Salonwagen) und damit einen neuen Achsstand von 4,40 m sowie die neue Nummer B6.

Bei seiner Ausmusterung im Jahr 1968 bekommt der Wagen noch einmal eine neue Nummer, da die Zahl 6 für den neu gelieferten Triebwagen T6 benötigt wird. Unser Wagen bekommt nun die Ziffer 2 vom nicht mehr existierenden Triebwagen T2.

Zwischen 1968 und und 1986 steht der Wagen in den Stadtfarben gelb/blau abgestellt vor der Wagenhalle im Freien, Witterung und „Besuchern“ schutzlos ausgeliefert.

Technische Daten

Baujahr:1898
Hersteller:MAN
Fabriknummer:371
Länge über Puffer:10,0 m
Achsstand:4,4 m
Dienstgewicht:9,2 t
Sitzplätze:50
Bremsen:mechanische Spindelbremse

Restaurierung

Im November 1986 wird der Wagen auf ein Gütergleis verschoben, von Mitgliedern des THW um 90° gedreht und auf extra verlegten Schienen in einem Lagerschuppen geschützt untergestellt.

So stand der Wagen jahrelang im Freien…
… bis ihn das THW um 90° drehte …
… und in einen Güterschuppen schob.

1990 wird der Wagen durch den Gewerbeverein Trossingen restauriert und farblich wieder in den historischen Zustand von 1898 versetzt. Erst 1995 kann die Wagenhalle vergrößert werden, so dass auch der mit „Lias“ beschriftete Wagen nun geschützt untergestellt werden kann. „Lias“ eigentlich „Laies“ gesprochen, ist die Trossinger Abkürzung für den Vornamen „Elias“.

Der Wagen ist betriebsbereit und wird bei Sonderfahrten zusammen mit dem T1 „Zeug Christe“ und der E-Lok „Lina“ eingesetzt.

1985: B2, ein Kinderspielplatz
Seit 1990: B2, ein Schmuckstück